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Kyphose beim Hund: Frühes Warnsignal für Wirbelsäulenprobleme

  • Autorenbild: PhysiON Care
    PhysiON Care
  • 5. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Eine gekrümmte Rückenhaltung beim Hund – der sogenannte Karpfenrücken oder die Kyphose – ist mehr als nur eine auffällige Haltung. Sie kann ein frühes Warnsignal für ernsthafte Erkrankungen der Wirbelsäule oder des Bewegungsapparates sein. Frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie sind entscheidend, um Schmerzen zu lindern und neurologische Folgeschäden zu verhindern.



Vergleich der Rückenhaltung beim Hund: Karpfenrücken (Kyphose) versus gerader Rücken, mit anatomischen Markierungen
Vergleich der Rückenhaltung: Ein Karpfenrücken kann auf strukturelle oder neurologische Probleme hinweisen



Was ist Kyphose?


Unter Kyphose versteht man eine pathologisch verstärkte Krümmung der Wirbelsäule nach oben. Umgangssprachlich wird dies als Karpfenrücken bezeichnet, da die Haltung an den Rücken eines Karpfens erinnert. Diese Veränderung kann sowohl durch genetische Faktoren als auch durch degenerative oder traumatische Prozesse entstehen.



Ursachen


  • Bandscheibenprobleme (IVDD): Eine der häufigsten Ursachen. Verschobene oder degenerierte Bandscheiben drücken auf Nerven und führen zu Schmerzen sowie Schutzhaltungen.


  • Degenerative Erkrankungen: Spondylose, Arthrose oder Hüftdysplasie können die Wirbelsäule belasten und eine Kyphose begünstigen.


  • Genetische Veranlagung: Bestimmte Rassen wie Dackel, Bulldoggen oder Dalmatiner zeigen häufiger Fehlbildungen der Wirbelsäule (z. B. Hemivertebrae).


  • Trauma und Fehlbelastung: Stürze, falsches Training oder chronische Muskelverspannungen können ebenfalls zu einer gekrümmten Haltung führen.


  • Mikrotraumata: Wiederholte kleine Belastungen im Alltag (Sprünge, Zug an der Leine, falsche Bewegungsmuster, übermäßiges Treppensteigen) summieren sich über Jahre und führen zu strukturellen Veränderungen.



Symptome


  • Auffällige Rundung des Rückens („Karpfenrücken“)

  • Bewegungsunlust, steifer oder vorsichtiger Gang

  • Schmerzempfindlichkeit bei Berührung der Wirbelsäule

  • Schwäche oder Koordinationsprobleme in den Hintergliedmaßen

  • Veränderte Kopf- und Nackenhaltung


Diese Symptome sind ernst zu nehmen, da sie auf neurologische Beteiligung hinweisen können. Ein Hund, der zusätzlich unsicher läuft oder Gleichgewichtsstörungen zeigt, sollte sofort tierärztlich untersucht werden.



Diagnose


Eine gründliche klinische Untersuchung ist der erste Schritt. Ergänzend sind bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT notwendig, um Bandscheibenprobleme, Fehlbildungen oder degenerative Veränderungen sichtbar zu machen. In komplexen Fällen ist eine neurologische Untersuchung sinnvoll.



Behandlung


  • Konservativ: Multimodale Schmerzmanagement, entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie zur Muskelstärkung und Verbesserung der Beweglichkeit.


  • Neuromyofasziale Release-Therapie (NMRT): Eine moderne Technik, die strukturelle Fehlanpassungen durch wiederholte Mikrotraumata adressiert und frühzeitig eingesetzt werden sollte.


  • Chirurgisch: Bei schweren Bandscheibenvorfällen oder Fehlbildungen kann eine Operation notwendig sein.


  • Prävention: Gewichtskontrolle, Physiotherapie, angepasste Bewegung, Vermeidung von Überlastung und regelmäßige tierärztliche Kontrollen.



Hund mit Kyphose – möglicher Hinweis auf Schmerz oder neurologische Beeinträchtigung
Gekrümmte Rückenhaltung – ein möglicher Hinweis auf Schmerz oder neurologische Beeinträchtigung

Prognose


Die Prognose hängt stark von der Ursache und dem Zeitpunkt der Diagnose ab. Frühzeitige Erkennung ermöglicht eine gezielte Therapie und kann die Lebensqualität deutlich verbessern. Unbehandelt drohen irreversible neurologische Schäden.



Fazit


Eine gekrümmte Rückenhaltung beim Hund ist kein harmloses Phänomen. Sie kann ein Hinweis auf Bandscheibenprobleme, degenerative Erkrankungen oder genetische Fehlbildungen sein. Wer früh reagiert, ermöglicht seinem Hund eine bessere Lebensqualität und verhindert schwerwiegende Folgeschäden.



Wenn Sie mehr über reale Fälle erfahren möchten, die von unserem Team bei Physion Care behandelt wurden, folgen Sie uns gerne auf unseren Social-Media-Kanälen.


Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund solche Symptome zeigt, kontaktieren Sie uns – unsere Tierärztin wird Ihren Hund individuell evaluieren und Sie dabei unterstützen, die beste Entscheidung für seine Gesundheit zu treffen.





 
 
 

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